1. Mit einer echten Frage anfangen
Bevor Sie einen Text überarbeiten, sammeln Sie die Fragen, die Ihre Kunden vor einer Anfrage beschäftigen. Bei einem Malerbetrieb könnten das beispielsweise sein: Werden auch einzelne bewohnte Zimmer renoviert? Welche Vorbereitungen sind nötig? In welcher Region arbeitet der Betrieb? Solche Fragen geben einem Text eine konkrete Aufgabe: Menschen bei ihrer Entscheidung weiterhelfen. Dieser Fokus auf den tatsächlichen Informationsbedarf entspricht auch Googles Empfehlungen für hilfreiche Inhalte.
Ergänzen Sie dazu die Begriffe, mit denen Menschen nach Ihrer Leistung suchen. Kundenfragen und Suchbegriffe sind kein Gegensatz: Die einen zeigen, welche Antworten gebraucht werden, die anderen helfen bei ihrer verständlichen Benennung. Verwenden Sie die Begriffe natürlich im Text, statt möglichst viele Varianten unterzubringen. Beschreiben Sie dabei nur Leistungen und Einsatzgebiete, die tatsächlich zu Ihrem Angebot gehören.
2. Eine passende Seite anbieten
Eine wichtige Leistung braucht einen klaren Platz auf Ihrer Website. Die Überschrift sollte erkennen lassen, worum es geht; die folgenden Abschnitte beantworten die dazugehörigen Fragen. Auch der Seitentitel – die hinterlegte Bezeichnung für Browser und Suchmaschinen – sollte den Inhalt konkret beschreiben. Eine Formulierung wie „Innenräume renovieren im Allgäu“ ist aussagekräftiger als eine Reihe ähnlicher Schlagwörter, sofern Leistung und Region tatsächlich passen. Google kann den angezeigten Titel im Suchergebnis dennoch anders formulieren.
Prüfen Sie außerdem die Verbindungen zwischen Ihren Seiten: Führt ein Link mit der Beschriftung „Innenräume renovieren“ direkt zur passenden Leistung? Sind von dort Arbeitsbeispiele und Kontaktmöglichkeiten erreichbar? Aussagekräftige Links helfen Besuchern bei der Orientierung und Suchmaschinen dabei, die Zusammenhänge Ihrer Inhalte zu erfassen. Eine hilfreiche Seite sollte deshalb nicht isoliert stehen, sondern sinnvoll in die Website eingebunden sein.
3. Technische Hürden prüfen
Damit Google die Inhalte einer Seite erfassen kann, müssen sie zugänglich sein. Eine Anmeldung, eine fehlerhafte Seite oder Einstellungen, die eine Aufnahme in die Suche verhindern, können dem im Weg stehen. Dabei ist Indexierung nicht dasselbe wie eine gute Platzierung: Indexierung bedeutet zunächst, dass Google eine Seite in seinen Suchindex aufnimmt. Auch erfüllte technische Mindestanforderungen garantieren diese Aufnahme nicht.
Mit der URL-Prüfung in der Google Search Console können Sie den bekannten Indexierungsstatus einer konkreten Seitenadresse untersuchen. Der zusätzliche Live-Test prüft den aktuellen Zustand und kann bei der Suche nach technischen Hindernissen helfen. Er deckt jedoch nicht alle Voraussetzungen ab. Fehlt eine wichtige Seite in der Suche, lassen Sie deshalb zunächst die gemeldeten Gründe und Einstellungen prüfen, statt wahllos Texte oder Adressen zu ändern.
4. Beobachten, bevor Sie alles ändern
Halten Sie fest, welche Seite Sie überarbeitet haben, was sich geändert hat und wann die neue Fassung veröffentlicht wurde. Betrachten Sie anschließend die passenden Seiten und Suchanfragen im Leistungsbericht der Search Console: Impressionen zeigen, wie oft Ihre Website in den Suchergebnissen erschien; Klicks, wie oft Menschen von dort auf Ihre Website gelangten. Vergleichen Sie Entwicklungen über mehrere Wochen statt einzelner Tageswerte. So lassen sich tägliche Schwankungen besser einordnen.
Eine Veränderung ist nicht immer sofort sichtbar. Google weist darauf hin, dass manche Anpassungen erst nach Wochen oder Monaten berücksichtigt werden. Mehr Klicks allein belegen außerdem noch keine zusätzlichen Anfragen. Dafür benötigen Sie ergänzende Informationen, beispielsweise aus einer entsprechend eingerichteten Website-Auswertung. Auch Rückmeldungen aus Gesprächen sind hilfreich: Verstehen Interessenten Ihre Leistung? Welche Fragen bleiben offen? Diese Beobachtungen ergänzen die Messwerte, ersetzen sie aber nicht.
5. Drei erste Prüfungen
Für den Einstieg empfehlen wir diese drei Schritte:
Angebot prüfen: Öffnen Sie Ihre wichtigste Leistungsseite. Wird deutlich, was Sie anbieten, für wen die Leistung gedacht ist und welche Fragen sie beantwortet?
Wege prüfen: Folgen Sie dem Weg von der Startseite zur Leistung und weiter zu Beispielen oder Kontakt. Passen die Linkbeschriftungen zu den jeweiligen Zielen?
Indexierung prüfen: Untersuchen Sie die Seitenadresse in der Search Console oder lassen Sie sich den Status erklären. Klären Sie mögliche Ursachen, bevor Sie technische Änderungen vornehmen.
Quellen und weiterführende Informationen
Beginnen Sie mit der Seite, die für Ihr Unternehmen besonders wichtig ist. Klären Sie, welche Frage sie beantworten soll, verbessern Sie die Inhalte gezielt und prüfen Sie anschließend die Entwicklung. So entsteht eine nachvollziehbare Grundlage für weitere Entscheidungen – statt immer mehr Seiten ohne klare Aufgabe anzulegen.
Redaktion Pixel und Plan
Dieser Beitrag zeigt, wo wir bei den SEO-Grundlagen zuerst ansetzen würden. Welche Maßnahmen für Ihre Website sinnvoll sind, hängt von den vorhandenen Inhalten, dem technischen Zustand und den verfügbaren Daten ab. Die konkrete Priorisierung erfolgt deshalb anhand Ihres tatsächlichen Auftritts.
Nach oben




