1. Logo richtig verwenden
Welche Logovariante passt auf einen hellen Hintergrund, welche auf einen dunklen? Das Handbuch zeigt die freigegebenen Versionen und erklärt ihren Einsatz. Dazu gehören ausreichend Abstand zu anderen Elementen und eine Mindestgröße, bei der das Logo noch erkennbar bleibt. Beispiele zeigen außerdem, welche Veränderungen nicht vorgesehen sind – etwa das Strecken, beliebige Umfärben oder Verändern einzelner Bestandteile.
2. Farben eindeutig festhalten
„Unser Grün“ ist noch keine eindeutige Farbangabe. Ein Handbuch benennt Haupt- und Ergänzungsfarben, hält ihre Werte fest und erklärt, wofür sie verwendet werden: etwa für Hintergründe, Texte oder Hervorhebungen. Für Websites sind beispielsweise HEX- und RGB-Werte relevant; für gedruckte Anwendungen werden passende Druckfarbangaben benötigt. Auch die vorgesehenen Text-Hintergrund-Kombinationen gehören dazu. Ihre Lesbarkeit und die Farbwiedergabe im jeweiligen Medium müssen geprüft werden.
Im Alltag
Eine Akzentfarbe kann auf einer großen Fläche gut wirken, für kleine Schrift auf hellem Hintergrund aber zu wenig Kontrast bieten. Ein hilfreiches Handbuch zeigt deshalb nicht nur die Farbpalette, sondern auch, welche Farben für Texte und Hintergründe zusammen verwendet werden können.
3. Schriften im Alltag nutzen
Die Auswahl einer Schrift ist erst der Anfang. Das Handbuch erklärt, welche Schrift für Überschriften, längere Texte und ergänzende Angaben verwendet wird. Dazu gehören die vorgesehenen Varianten, etwa normal oder fett, sowie passende Größenverhältnisse und Abstände. Eine festgelegte Ersatzschrift hilft, wenn die Originalschrift in einem Programm nicht verfügbar ist. Die Zuordnung zu konkreten Aufgaben macht die Typografie erst anwendbar.
Ebenso wichtig: Woher erhalten Sie die Schrift, und für welche Anwendungen dürfen Sie sie nutzen? Die benötigten Lizenzen sollten geklärt sein, bevor Website, Präsentationen oder Vorlagen damit weiterbearbeitet werden. Schriftdateien dürfen nicht automatisch beliebig weitergegeben werden.
4. Anwendungen zeigen
Wir empfehlen Beispiele, die in Ihrem Unternehmen tatsächlich gebraucht werden: eine Website-Seite, eine Präsentationsfolie oder einen Social-Media-Beitrag. Daran sollte erkennbar sein, wie Logo, Farben, Schriften und Abstände zusammenspielen. Hinweise zur Bildauswahl und Ansprache ergänzen die Gestaltung: Welche Motive passen? Werden Kunden mit Sie oder Du angesprochen? Ein kurzer Beispieltext macht die gewünschte Sprache greifbar.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Beispiel und Vorlage: Ein gezeigter Entwurf erklärt die Gestaltung. Soll Ihr Team ihn später selbst anpassen, müssen eine bearbeitbare Vorlage und das dafür geeignete Programm zusätzlich vereinbart sein.
5. Übergabe prüfen
Ein Handbuch ist noch keine Sammlung einsatzbereiter Dateien. Prüfen Sie bei der Übergabe deshalb auch, ob die vereinbarten Materialien vorhanden sind und Sie damit arbeiten können:
Sind Handbuch, Logodateien und vereinbarte Vorlagen zentral abgelegt und eindeutig benannt?
Ist klar, welche Dateien und Varianten für welche Anwendungen vorgesehen sind?
Sind Farben, Schriften, Nutzungsbedingungen und typische Anwendungen verständlich erklärt?
Ist festgelegt, wer Änderungen einpflegt und welche Fassung aktuell ist?
Lieber kompakt und nutzbar
Sie brauchen nicht für jede mögliche Gestaltungsfrage sofort eine eigene Regel. Beginnen Sie mit den Anwendungen, die in Ihrem Unternehmen regelmäßig entstehen. Kommen neue Anforderungen hinzu, wird das Handbuch gezielt ergänzt. Sein Wert liegt nicht darin, möglichst viel vorzuschreiben, sondern die nächsten Entscheidungen leichter zu machen.
Redaktion Pixel und Plan
Diese Übersicht zeigt, welche Inhalte wir für ein praxistaugliches Branding-Handbuch empfehlen. Der passende Umfang richtet sich nach Ihrem Unternehmen, den benötigten Anwendungen und den vereinbarten Gestaltungsleistungen.
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