1. Was wird hier angeboten?
„Wir schaffen neue Möglichkeiten“ kann zu fast jedem Unternehmen gehören. „Innenausbau für private Wohnräume“ benennt dagegen eine konkrete Leistung. Beschreiben Sie Ihr Angebot so, dass auch Menschen ohne Branchenkenntnisse verstehen, was Sie für sie tun. Verwenden Sie dafür die Begriffe, mit denen Ihre Kunden selbst über ihr Vorhaben sprechen. Klare Sprache ist nicht weniger professionell – sie macht Fachwissen zugänglich.
Ein passendes Bild oder ein konkretes Beispiel ergänzt diese erste Erklärung. Zeigen Sie etwa einen ausgeführten Innenausbau, statt nur allgemein von Qualität zu sprechen. Der Einstieg muss noch nicht alle Leistungen und Sonderfälle abdecken. Er soll erkennen lassen, worum es geht, und zu den passenden Einzelheiten führen.
2. Passt das Angebot zu meiner Situation?
Wer eine Leistung grundsätzlich verstanden hat, muss sie noch auf das eigene Vorhaben beziehen können. Beschreiben Sie deshalb, für wen Ihr Angebot gedacht ist und welche Voraussetzungen wichtig sind. Arbeiten Sie in einer bestimmten Region? Übernehmen Sie auch einzelne Räume oder ausschließlich größere Umbauten? Solche Angaben grenzen nicht unnötig ein, sondern helfen bei der Einordnung.
Bei einer Unterkunft können beispielsweise die Raumaufteilung, die Anreisemöglichkeiten oder Bedingungen für den Aufenthalt entscheidend sein. Die Aussage „Für jeden das Richtige“ beantwortet diese Fragen nicht. Benennen Sie lieber konkret, was Gäste erwartet und welche Wünsche Ihr Angebot erfüllen kann.
3. Was gehört dazu?
Ein Preis lässt sich erst einordnen, wenn der zugehörige Umfang verständlich ist. Beschreiben Sie die wesentlichen Leistungen und machen Sie deutlich, welche Ergänzungen gesondert vereinbart werden. Bei einem Einstiegspreis sollte erkennbar sein, wovon der tatsächliche Gesamtpreis abhängt. Ist eine erste Einschätzung nur im Gespräch möglich, nennen Sie die Informationen, die Sie dafür benötigen.
Bei einem Website-Projekt lässt sich beispielsweise zwischen dem Schreiben der vereinbarten Texte, der Einbindung vorhandener Bilder und einer zusätzlichen Fotoproduktion unterscheiden. Diese Leistungen sollten nicht unter einer allgemeinen Aussage wie „alles inklusive“ verschwinden. Erklären Sie ebenso, wie aus der ersten Anfrage ein konkretes Angebot wird. So können Interessenten den Umfang und den nächsten Schritt besser einschätzen.
4. Wer steht hinter dem Angebot?
Zeigen Sie die Menschen, mit denen Ihre Kunden zusammenarbeiten, und erklären Sie ihre Aufgaben. Ein Name, ein echtes Foto und eine verständliche Beschreibung der Zuständigkeit machen aus einem allgemeinen Anbieter einen konkreten Ansprechpartner.
Auch Arbeitsbeispiele sollten mehr zeigen als ein schönes Ergebnis. Beschreiben Sie kurz die Ausgangslage und Ihren tatsächlichen Beitrag: Was war die Aufgabe? Was haben Sie umgesetzt? Kundenstimmen und Partnerlogos können diese Einblicke ergänzen, wenn ihre Herkunft und der Zusammenhang nachvollziehbar sind. Eigene Konzeptstudien dürfen ebenfalls Gestaltungsideen zeigen – sie sollten jedoch eindeutig als Entwürfe und nicht als Kundenprojekte erkennbar sein.
5. Wie geht es weiter?
Der nächste Schritt sollte nicht erst erraten werden müssen. Ein Button wie „Projekt anfragen“ oder „Termin vereinbaren“ benennt eine konkrete Handlung. „Mehr“ lässt dagegen offen, was folgt. Wichtig ist, dass Beschriftung und tatsächlicher Ablauf zusammenpassen: Führt der Klick zu einer unverbindlichen Anfrage, sollte er keine sofortige Buchung suggerieren. Erklären Sie bei Bedarf kurz, welche Angaben im nächsten Schritt gebraucht werden.
Prüfen Sie den Kontaktweg auch auf dem Smartphone. Sind die Felder verständlich beschriftet? Ist erkennbar, welche Angaben benötigt werden? Lassen sich Telefonnummer und andere Kontaktmöglichkeiten leicht nutzen? Klare Beschriftungen und Hinweise helfen auch dort weiter, wo Besucher unsicher sind oder eine Eingabe korrigieren müssen.
Ihr Kurztest
Bitten Sie eine Person, die zu Ihren potenziellen Kunden gehört und Ihre Website noch nicht kennt, um einen ersten Blick. Lassen Sie sie zunächst selbst zurechtkommen, statt den Aufbau vorab zu erklären:
Angebot verstehen: Lassen Sie die Person in eigenen Worten beschreiben, was Ihr Unternehmen anbietet.
Passung einschätzen: Fragen Sie, für welche Vorhaben die Leistung geeignet erscheint und welche Informationen noch fehlen.
Kontaktweg finden: Bitten Sie die Person, auf dem Smartphone den passenden Weg für eine Anfrage zu suchen – ohne Hinweise, wo sie klicken soll.
Offene Fragen festhalten: Notieren Sie unklare Begriffe, fehlende Antworten und Stellen, an denen die Person nicht weiterkommt.
Dieses Vorgehen orientiert sich am Beobachten konkreter Aufgaben: Interessant ist nicht nur, was jemand über die Website sagt, sondern auch, wie er sich tatsächlich darauf zurechtfindet.
Dieser Kurztest ist keine Nutzerstudie und keine Erfolgsgarantie. Er ist ein einfacher Einstieg, um die Website einmal aus Kundensicht zu lesen.
Redaktion Pixel und Plan
Diese fünf Fragen sind unsere Empfehlung für einen ersten Blick aus Kundensicht. Die Beispiele veranschaulichen typische Aufgaben und beschreiben keine gemessenen Projektergebnisse. Welche Antworten Ihre Website braucht, hängt von Ihrem Angebot und den Entscheidungen Ihrer Besucher ab.
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